Das Wettbewerbsumfeld hat sich in den letzten Jahren zunehmend verändert. Angesichts der schleppenden und manchmal schwer planbaren Zahlweise von Debitoren und einer zunehmenden Zahl von Verbraucher-Insolvenzen steigt die Bedeutung eines effektiven Managements zahlungsgestörter Privatkundenforderungen für Unternehmen weiter. Ende 2005 waren rund 3,13 Mio. Privathaushalte überschuldet.
Anbietern von Waren und Leistungen bleibt häufig nur die "Qual der Wahl" zwischen Abschreibung oder Intensivierung der zeitaufwändigen Beitreibungsmaßnahmen gegen ihre zahlungsunwilligen oder -unfähigen Kunden. So entstehen Kosten und Ressourcenbindung in Unternehmensbereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören und Effizienz gefährden können. Neben einem hohen Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern, modernen IT-Systemen und einem innovativen Prozessmanagement bindet die interne Forderungsabwicklung unnötig wertvolles Eigenkapital. Der Bestand zahlungsgestörter Forderungen schränkt somit den finanziellen Handlungsspielraum eines Unternehmens ein und verhindert gleichzeitig ein besseres Rating durch hohe Risikoaktiva auf der Passivseite der Bilanz.
Immer mehr Unternehmen denken deshalb über die Möglichkeit der Geschäftsprozessoptimierung und gleichzeitigen Ergebnisverbesserung nach. Im Hinblick auf die Auswirkungen von Basel II wird dabei auch eine schnelle Reduzierung von Außenständen immer wichtiger, da dies die Liquiditätsposition nachhaltig verbessert und so zur Verbesserung der Bilanzposition beiträgt.
Das aktive Management von zahlungsgestörten Privatkundenforderungen gewinnt daher weiter an Bedeutung. Als Alternative zu Inkasso ist der Verkauf notleidender Forderungen eine Lösung, die Sicherheit und Liquidität schafft und gleichzeitig Kostenpositionen im Zusammenhang mit der Beitreibung reduziert.

