Eine rosige Zukunft stellte gleich bei seiner Kongresseröffnung Professor Dr. Ernst-
"Die wirtschaftliche Bedeutung von Kundenservice wird unterschätzt!"
Die Voraussetzungen für gute Geschäfte -
Der ehemalige Lufthansa-
"Kreative, radikal neue Lösungen"
Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion "Kundenwertsteuerung: Kenne ich meinen Kunden wirklich?" berichteten, was ihre Unternehmen schon heute konkret tun, um ihre Kunden und deren Bedürfnisse besser kennenzulernen. So besuchen beispielsweise die Führungskräfte des Konsumgüterherstellers Sara Lee Deutschland ihre Kunden auch schon mal zuhause oder räumen im Supermarkt Regale ein, um das Kauferlebnis der Konsumenten nachvollziehen zu können. Martina Sandrock Geschäftsführerin von Sara Lee Deutschland, fordert "kreative, radikal neue Lösungen", die auch gegen internen Widerstand konsequent umgesetzt werden müssten. Und sie wandte sich gegen den blinden Glauben an Marktforschungsergebnisse -
Ganz sicher sein darf man hingegen, wenn es um die Sensibilität der Deutschen in puncto Datenschutz geht -
Die comdirect Bank hat schon jetzt viel mehr von ihren Kunden als manches andere Unternehmen -
Auch Dr. Andre Carls hat die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt, das "Ohr am Kunden" zu haben. Dem direkten Kundenkontakt fällt so manches Kundenklischee zum Opfer -
Um mehr Kundenkenntnisse bemüht sich auch die Deutsche Bahn, allerdings hat sie es dabei besonders schwer: Über 120 Millionen Einzelfahrten im Jahr verzeichnet die Deutsche Bahn, berichtete Martin Brandenbusch, Leiter Produkt, Services und Marketingkooperationen bei DB Fernverkehr, "und wir wissen oftmals nicht, wie unsere Kunden heißen." Mit Loyalitätsprogrammen, wie der BahnCard, hat sich dies in den vergangenen Jahren schon etwas gebessert. Der Großteil der Bahn-
"Kunden müssen zur Marke passen!"
Auch bei der Podiumsdiskussion "Wertorientierte Neukundengewinnung: Wie gewinne ich den richtigen Kunden?" ging es ums Kennenlernen. Professor Dr. Andreas Mann vom SVI Stiftungslehrstuhl für Dialogmarketing an der Universität Kassel: "Wertorientierte Neukundengewinnung heißt Qualität vor Quantität! Kunden müssen zur Marke passen. Wer jeden Kunden nimmt, verwässert unter Umständen seine Positionierung." Deshalb sei es sinnvoll, zunächst den Kundenbestand genau zu analysieren, dabei herauszukristallisieren, welches die werthaltigen Kunden sind, um dann bei der Neukundengewinnung zielgerichtet potenzielle Neukunden mit diesem Profil anzusprechen. "Werthaltig" ist übrigens nicht nur eine rein ökonomisch Größe, es kann sich beispielsweise auch um "Opinion Leader" handeln. Die sind sozusagen für die Königsklasse der Neukundengewinnung zuständig, denn: Kein Marketing ist glaubwürdiger als Kunden-
Die Edelmarke Bentley setzt auf solche begeisterten Kunden: Laut Christine Funck, Head of European Marketing für die Continental Range von Bentley, bringt das Unternehmen auf exklusiven Events Bestandskunden mit potenziellen Neukunden zusammen. Die begeisterten Bentley-
Rainer Mutschler, Geschäftsführer vom VfB Stuttgart Marketing, und Dr. Hans Cornehl, Vorstand von Tipp24, stehen bei der Neukundengewinnung vor ganz anderen Herausforderungen: Ihnen laufen die Kunden in Scharen zu -
"Der Kunde hat immer Recht!"
Auf der Diskussion zum Thema "Der treue Kunde: Kundenloyalität durch Kundenzufriedenheit" brachte Dagmar Bollin-
Einfachheit, der Preis und vor allem die Qualität des Produkts sind die Loyalitätstreiber, auf die Christian Magel, Chief Marketing Officer von simyo, setzt. Das scheint bestens zu funktionieren: simyo gewinnt 50 Prozent seiner Neukunden über Kundenempfehlungen!
Daniela Klein, Head of Customer Commitment bei Vodafone, betonte die Rolle der Mitarbeiter für die Kundenzufriedenheit. Mitarbeiter müssten sich im Unternehmen wohlfühlen und Entscheidungsfreiheit im Umgang mit den Kunden haben. Auch Dr. Walter Jochmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kienbaum, ist überzeugt, dass "der Faktor Mensch" ganz wesentlich -
"Kundenmanagement ist ein People's Business!"
Kundenmanagement sei die größte Herausforderung dieser Tage, betonte Hartmut Ostrowski, Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann AG und Vorstandsvorsitzender der arvato AG in seiner Keynote "Integrierte Wertschöpfungsketten im Kundenmanagement". Das Wohl und Wehe von Unternehmen hänge davon ab, wie zufrieden die Kunden seien. "Dabei ist der Mitarbeiter der entscheidende Faktor, denn Kundenmanagement ist ein People's Business!", so Hartmut Ostrowski.
Dazu passt das auf der Podiumsdiskussion "Mit dem Kunden auf Erfolgskurs: Produktinnovationen nach Kundenwunsch?" geäußerte Statement von Werner Decker, Vorsitzender der Geschäftsleitung von American Express Services Europe: "Das individuelle Gespräch mit dem Kunden bringt am meisten!" Die Kommunikation spiele bei der Einführung von Produktinnovationen eine immens wichtige Rolle. "Unsere Kunden erwarten, dass, wenn wir mit ihnen kommunizieren, wir auch etwas Relevantes mitzuteilen haben!", so Werner Decker. Auch seine Mitdiskutanten Michael Arends, Leiter Products & Services bei UBS Deutschland, Kerstin Plehwe, Vorsitzende der Initiative Pro Dialog, Dieter Loewe, Partner bei Steria Mummert Consulting, und Prof. Dr. Ulrike Detmers, Mitgesellschafterin der Mestemacher-
"Vergessen Sie Zielgruppen!"
Einen brillanten Abschluss der 5. Europäischen Strategietage bildete Matthias Horx vom Zukunftsinstitut. Er skizzierte die Megatrends der Zukunft, wonach uns beispielsweise die Globalisierung sinkende Armut, eine neue globale Mittelklasse und somit zwei Milliarden neue Kunden bescheren wird.
"Vergessen Sie Zielgruppen!", forderte Matthias Horx. Er glaubt, dass sich Modelle, wie etwa die Sinus-
Wertorientiertes Kundenmanagement, -
