Erfolgsentscheidend ist, dass beim Bezahlverfahren die Wünsche der Kunden berücksichtigt werden. Online-Kunden setzen auf Bequemlichkeit und Sicherheit, deshalb ist Kauf auf Rechnung nach wie vor die beliebteste Zahlungsart. Für den Anbieter ist damit jedoch ein erhebliches Risiko verbunden. Im Spannungsfeld von Risiko und Umsatzoptimierung verzichtet er im Zweifelsfall auf Umsatz, wenn er das Angebot auf sichere Bezahlverfahren wie Nachnahme, Kreditkarte oder Vorkasse beschränkt. Entscheidet er sich für Bezahlarten, die von den Kunden bevorzugt werden - also Kauf auf Rechnung und Lastschrift (ELV) - mit großzügigen Neukundenlimits, riskiert er einen stark erhöhten Zahlungsausfall.
Wer als Online-Anbieter den komplexen Bezahlprozess nicht beherrscht, trägt zudem im Hinblick auf die volkswirtschaftliche Lage ein erhöhtes Risiko. Eine nachlassende Zahlungsmoral und zunehmende Überschuldung der Kunden führte in den letzten Jahren zu einer signifikanten Zunahme gerichtlicher Mahnverfahren und Privatinsolvenzen. Ertragsmindernd erweist sich zudem die steigende Bereitschaft zum Betrug.
Neben der kundengerechten Zahlungsabwicklung stehen Online-Anbieter vor weiteren, am Abwicklungsprozess orientierten Herausforderungen, die sich mit gezielter Risikosteuerung in den Griff bekommen lassen. Und hier gilt: je früher, desto besser. Über eScore, einem in bestehende Systeme integrierbaren Risikosteuerungsmodul des Informations- und Finanzdienstleisters InFoScore, können bereits mit Abschluss des Bestellvorgangs Kundenklassen mit ihrem individuellen Risikoprofil identifiziert werden. Dadurch werden mögliche Ausfallrisiken minimiert und Umsatzpotenziale voll ausgeschöpft. Bei der Bewertung der Kunden greift der Anwender über das eScore-Risikosteuerungsmodul auf die Bonitätsdaten der InFoScore-Datenbank (ICD) zurück, in der mehr als 40 Mio. Merkmale zum negativen Zahlungsverhalten von 7,3 Mio. Konsumenten gespeichert sind. Die Daten stammen aus allen Bereichen des täglichen Konsums und stellen somit eine exzellente Frühwarnfunktion gerade für die Handels- und Dienstleistungsbranche dar.
Wie sich eScore im Einsatz bewährt, zeigt der Online-Auftritt des Drogeriehändlers Schlecker. Das System sichert eine risikooptimierte Steuerung der Bezahlverfahren und Bestelllimits, unabhängig vom Bestellweg. Bei Bestellung per Internet wird das Bezahlverfahren nach Prüfung der Daten und einer vorab von Schlecker festgelegten Definition automatisiert vorgegeben. Im Call Center wird nach Aufnahme der Kundendaten eine Bonitätsprüfung durchgeführt und der weitere Prozessablauf koordiniert. Dabei ist das Risikosteuerungsmodul eScore in das gesamte Prozessmanagement des Online-Shops und Call Centers integriert. "Durch die Einbindung des automatisierten Risikosteuerungsmoduls eScore in den Bestellprozess verzeichnen wir deutlich weniger Zahlungsausfälle.", so Marcus Willbold, Direktor von Schlecker Homeshopping. "Die Integration von eScore in unser Warenwirtschaftssystem hat die Prozessabläufe optimiert. Wir verfügen über eine wirksame Risikosteuerung und ein Marketinginstrument, das uns zuverlässigere Ertragsprognosen im Online-Handel treffen lässt."
Dr. Peter Raab, Mitglied der Geschäftsleitung InFoScore-Gruppe
