Auch die Baden-Badener Oberbürgermeisterin Sigrun Lang war voll des Lobes über das hochinnovative Unternehmen. Sigmund Kiener leiste einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung Baden-Badens als Wirtschaftsstandort. Lang bezeichnete Kiener als einen "mutigen Unternehmer, der die Wachstumschancen erkennt" und sich gegen den Trend stemme. InFoScore schaffe nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Architektur, unterstrich die Oberbürgermeisterin. Die Gebäude seien eine "Visitenkarte" für den Stadteingang von Baden-Baden.
Der Neubau, der im gleichen modernen funktionalen Baustil wie das Hauptgebäude gehalten ist, soll bis März 2006 bezugsfertig sein. Die Planung erfolgt durch den Baden-Badener Architekten Herbert Basler, die Bauleitung durch das Karlsruher Büro "TSP Architekten". Im neuen Bürokomplex sind Arbeitsplätze für 400 Mitarbeiter vorgesehen. Die mehr als 100 Mitarbeiter, die bereits jetzt schon in angemieteten Räumen untergebracht sind, werden dann in das neue Gebäude einziehen können. InFoScore-Gründer Sigmund Kiener: "Diese Investition stärkt den Standort Baden-Baden nachhaltig und ermöglicht mittelfristig die Schaffung weiterer Arbeitsplätze".
Im Jahr 2004 sind bei InFoScore wieder über 60 neue Arbeitsplätze entstanden. Die InFoScore-Gruppe mit derzeit mehr als 1.100 Mitarbeitern in fünf Ländern ist einer der führenden unabhängigen Anbieter im Bereich Risiko- und Forderungsmanagement. Über 1.500 Kunden aus den Branchen Versandhandel, Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Verkehr und der Versorgungswirtschaft profitieren von den Lösungskonzepten der Unternehmensgruppe.
Eine wichtige Weichenstellung für Baden-Baden ist die beabsichtigte Fusion der arvato AG (Hauptsitz Gütersloh) mit der InFoScore-Gruppe. Beide Unternehmen wollen ihre Geschäftsaktivitäten im Bereich integriertes Daten-, Informations- und Forderungsmanagement zusammenlegen. Mit der Fusion soll europaweit einer der führenden Dienstleister in diesem Segment entstehen. Die Genehmigung des Zusammenschlusses durch die Kartellbehörde wird in Kürze erwartet.
Firmensitz der neuen fusionierten Gesellschaft soll Baden-Baden sein mit einer vertraglichen Standortgarantie bis ins Jahr 2019 - ein Bekenntnis zum Standort Baden-Baden. Der eingetragene Firmenname InFoScore soll bestehen bleiben - die gemeinsame Firma soll künftig arvato-InFoScore heißen und die Marke InFoScore-arvato direct services. Vorsitzender der Geschäftsführung der fusionierten Gesellschaft soll der bisherige Stellvertreter des Firmenchefs, Florian Schulte werden. Sigmund Kiener würde in den Beirat als Beiratsvorsitzender der fusionierten Gesellschaft wechseln. Das bedeutet, dass er die Firma als Mitgesellschafter und Beiratsvorsitzender weiterhin begleiten und fördern würde. Alle Gebäude befinden sich künftig unverändert im Eigentum von Kieners Grundstücksgesellschaft.
