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Großer Erfolg des von InFoScore initiierten Kongresses (07.06.2005)

Europäische Strategietage in Baden-Baden fest etabliert - Ministerpräsident Oettinger mahnt bessere Rahmenbedingungen für Familien an

Baden-Baden. Die Europäischen Strategietage haben sich in Baden-Baden fest etabliert und finden inzwischen nationale Beachtung. Sigmund Kiener, der Initiator der Strategietage und Gründer des Baden-Badener Finanzdienstleisters InFoScore, zeigte sich begeistert von Erfolg und Resonanz der internationalen Tagung. Beim dritten Kongress dieser Reihe unter dem Titel "Erfolgsstrategien für Unternehmen in Zeiten dynamischen Wandels" diskutierten rund 300 Teilnehmer über die Zukunftsstrategie der Wirtschaft in Europa. Die Leitung des Kongresses hatte der renommierte Baden-Badener Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Ernst-Moritz Lipp.

v.l.n.r.: Hartmut Ostrowski, Vorstandsvorsitzender der arvato AG, Günther H. Oettinger MdL, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Sigmund Kiener, Mitgesellschafter und Beiratsvorsitzender der arvato infoscore, Dr. Sigrun Lang, Oberbürgermeisterin der Stadt Baden-Baden, Dr. Klaus Michael Rückert, Erster Bürgermeister der Stadt Baden-Baden

Der neue baden-württembergische Ministerpräsident Günther H. Oettinger forderte nachdrücklich eine Senkung der Staatsverschuldung in Deutschland. Oettinger: "Wir leben über unsere Verhältnisse und auf Kosten der nächsten Generation." Der baden-württembergische Regierungschef hält längere und flexiblere Arbeitszeiten in Deutschland für unumgänglich. Die Deutschen sollten im Jahr rund 200 Stunden mehr arbeiten und die Arbeitsphase müsste künftig bis zum 67. Lebensjahr dauern.
Große Probleme und damit erheblichen Handlungsbedarf erkennt Oettinger bei den Renten. Der Umbau des Rentensystems könne zwei Generationen dauern, unterstrich der Politiker in Baden-Baden. Als dringend erforderlich sieht der Ministerpräsident überdies die Vereinfachung des deutschen Steuerrechts. Oettinger übte auch massive Kritik an den zu geringen Ausgaben für Bildung und Forschung. Deutschland falle als "Absteigerland" immer weiter zurück. Oettinger setzt sich für Ganztagesschulen und bessere Chancen für berufstätige Mütter ein. Überdies müssten sich nach Meinung des CDU-Politikers auch die Eliten in Deutschland wesentlich stärker ehrenamtlich engagieren. Mindestens zehn Prozent seiner Freizeit müsse jeder Unternehmer, Wissenschaftler oder Manager in ehrenamtliches Engagement wie in der Kirchengemeinde oder im Gemeinderat einbringen.

Bei den anstehenden Reformen setzt Oettinger auf eine noch bessere Kommunikation der Politik. Der Bürger müsse das Ende des Tunnels erkennen, nur dann trage er auch die notwendigen Einschnitte mit. In diesem Sinne hatte auch Peter Bofinger, Professor an der Universität Würzburg und Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, einen "Masterplan" für die Reformen des sozialen Sicherungssystems in Deutschland von der Politik angemahnt. Bofinger: "Wir investieren zu wenig in die Zukunft. Die Wirtschaft in Deutschland wird nicht vom Inlandskonsum getragen." Bofinger setzt auf mehr öffentliche Investitionen und mehr Geld für die Bildung in Deutschland.

Baden-Badens Erster Bürgermeister Klaus Rückert lobte das große Engagement der InFoScore-Gruppe, die nun durch die Fusion zu arvato infoscore noch stärker geworden sei. Unter den Kongressteilnehmern waren auch Rolf Buch, Vorstandsmitglied der arvato AG, und Florian Schulte, zukünftiger Vorsitzender der Geschäftsführung von arvato infoscore. Ende Mai hatte das Bundeskartellamt dem Zusammenschluss von arvato infoscore zu einem der europaweit führenden Dienstleister im Bereich Daten-, Informations- und Forderungsmanagement zugestimmt. Hauptsitz des neuen Unternehmens mit rund 1.700 Mitarbeitern ist Baden-Baden. Der arvato-Unternehmensverbund beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter in 28 Ländern.

Dienstag, 7.06.2005

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